Bill Gates

Bill Gates an der TU München: „Ich habe immer geglaubt, dass man die Welt zu einem besseren Ort machen könne“

10.000 Studenten hatten sich beworben und nur ein Bruchteil ist für das Event zugelassen worden. Das Event, bei dem die Teilnehmer das Glück hatten, einen der ganz großen noch lebenden Gründerlegenden zu treffen: Bill Gates, der zusammen mit Entwicklungshilfeminister Gerd Müller über das Thema „Shaping Global Development“ im Rahmen der von Studenten organisierten TUM Speaker Series redete. Wir EntrepreneurTalente konnten uns das natürlich nicht entgehen lassen und waren mit von der Partie!

Bill Gates sicherte sich mit dem Aufbau des ersten Softwareunternehmens weltweit einen Platz in den Geschichtsbüchern und prägte die Ära des Heimcomputers wie kein anderer. 1975 gründete er im Alter von 19 Jahren Microsoft und schuf mit Windows das erfolgreichste Betriebsystem auf dem Markt. Bis 2000 war er CEO seiner Firma und stieg in der Zeit zum reichsten Mensch der Welt auf. Danach trat er als Aufsichtsratsmitglied in den Hintergrund von Microsoft und konzentrierte sich auf seine 1999 gegründete „Bill & Melinda Gates Foundation“, die mit rund 30 Milliarden Dollar Kapitalisierung größte soziale Stiftung der Welt. Mit dieser unterstützt er zahlreiche Gesundheitsprojekte in Entwicklungsländern und hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, AIDS und Malaria auszurotten. Und diese Umstände führten ihn nach München.

„Wir können den Hunger in der Welt besiegen“, begann Minister Gerd Müller die Diskussion mit Bill Gates. Er habe die Welt mit seinem Unternehmen verändert. Mit seiner Stiftung, die vor allem bei Impfungen Enormes geleistet hat, hat er schon Millionen Menschen das Leben gerettet. Die beiden unterhielten sich weiter über die Ursachen des Leids auf der Welt und die drei größten potenziellen Gefahren zur Zeit: Atomkriege, Epidemien und der Klimawandel. Bei 80 Millionen Menschen in Afrika ist das Thermometer in den letzten Jahren auf über 50 Grad gestiegen, große Teile des Kontinents werden unbewohnbar und die Menschen flüchten aus diesen Regionen. Dadurch entstehen Spannungen und es kommt zu Kriegen. Doch anstatt dieser Symptome müssen die Ursachen bekämpft werden, so Gates. Der Syrien-Krieg sei vor allem wegen einer historischen Dürre ausgebrochen und hier können neue Innovationen helfen. Beispielsweise mit einer Reissorte, die in diesen Regionen zum dreifachen Ertrag führt.

Am Ende bekommt Nicki Weber, ein Student der TU München, die Gelegenheit, dem Multi-Milliardär einige Fragen zu stellen: Wie wertet Gates die neuen Nationalismen in Europa und den USA? Langfristig, so dessen Antwort, würden die Staaten erkennen, dass Isolation niemanden nutzt. „Welchen Rat würden sie unternehmerisch interessierten Studenten geben?“ Es sei eine spannende Zeit für junge Leute, so Gates, die Jugend habe riesige Chancen, die Welt zu verbessern. In den nächsten Jahrzehnten werden wir unzählige neue Innovationen in allen Bereichen miterleben, in Wissenschaft, Bildung oder Wirtschaft. Er selbst sei mit 20 jung und naiv gewesen und habe viele Fehler gemacht. Aber er habe immer geglaubt, dass man die Welt zu einem besseren Ort machen könne.

Der Meinung schließen wir EntrepreneurTalente uns an, wir wollen nicht nur privat, auch in unserem Berufsleben unseren Mitmenschen maximalen Mehrwert stiften. Inspiriert von den 45 Minuten, in denen wir der Gründerikone zuhören durften, haben wir das Event mit einem Lächeln auf den Lippen verlassen. Ein großes Danke an die TU München!