Buckle & Seam

Gründer des Monats – Buckle and Seam

Handgefertigte, hochwertige Ledertaschen, die nicht nur durch ihr Design und durch ihren fairen Preis, sondern vor allem durch das Konzept dahinter überzeugen – faire Arbeitsbedingungen und die Verbesserung des Lebens eines jungen Mädchens in Pakistan – Buckle and Seam steht durch und durch für fairen Handel.

Hinter dem 2016 gegründeten Start-up stehen Jena Bautmans, Marco Feelisch und Georg Wolff – ein Team, das mehr verbindet als nur die Vision, der eigene Chef zu sein.

Marco machte eine Double-Degree in International Business an der European Business School in Oestrich-Winkel. Georg graduierte im selben Fach 2015 an der ESB in Reutlingen. Jena studierte in Paris und spezialisierte sich in ihrem Master auf Media, Art and Creation Buisness.

Alle drei zog es nach ihrem Studium in die Startupschmiede Rocket Internet nach Pakistan, wo sie knapp ein Jahr lang zusammen arbeiteten. Hier haben die drei genug Wissen und Erfahrung gesammelt, um das Fundament für ihr Start-up zu legen: Buckle and Seam.

Jena, Marco und Georg verbrachten 24/7 miteinander, arbeiteten und wohnten sogar zusammen. Sie teilten somit nicht nur ihre gesamte Zeit, sondern auch die Liebe und das Interesse für das Land Pakistan, das drittgrößte Exportland für Leder. Und so ließen sie sich aus Affinität zu Mode und hochwertigen Produkten ein Sample einer Ledertasche erstellen und bekamen unglaublich positives Feedback – der letzte Schritt, um die Entscheidung zu treffen, solche Produkte verkaufen zu wollen und einen Cut unter den jetzigen Lebensabschnitt zu setzen. Zwei Monate reisten sie gemeinsam, nahmen sich eine kleine Auszeit, um Ideen zu sammeln und sich im August 2016 voller Tatendrang und mit frischer Energie geladen an ihr Start-up zu setzen – Buckle and Seam entstand. Bereits Ende November 2016 brachten sie ihre ersten Produkte auf den Markt.

Die Ledertaschen werden in Pakistan gefertigt. Die Gründer designen sie selbst, sind im direkten Kontakt mit den Herstellern, sie fahren regelmäßig nach Pakistan, um sich von den Arbeitsbedingungen selbst zu überzeugen. Zusätzlich unterstützt der Kunde mit jeder Tasche, die er kauft, die Schulbildung eines kleinen Mädchens in Pakistan und ermöglicht ihr Zugang zu Hygiene. Jena, Marco und Georg haben die Menschen getroffen, die diese Schule gegründet haben und sind stets mit diesen in Kontakt. Ein Herzensprojekt, das geprägt ist, durch die Zeit, die sie in diesem Land verbracht haben und der Vision, mit fairen Produkten Menschen zu unterstützen.

Auch wenn beim Start ihres Start-Ups noch nicht alles zu 100 Prozent perfekt war, sind sie überzeugt davon, dass man manchmal ins kalte Wasser springen muss. Solange ein Team hinter einem steht und man von Menschen Feedback bekommt, lohnt es sich, Risiko einzugehen. Feedback sehen die Gründer als essentiell an, um zu wachsen. Man muss Menschen und Kunden zuhören, um zu verstehen, was man verbessern und auf was man aufbauen soll. Marco war bereits während seines Studiums sehr am Gründen interessiert und besuchte viele Gründermessen, auf denen man Kontakte knüpft und interessante Unternehmer kennenlernt.

Er ist begeistert davon, dass es immer Menschen gibt, die sich Geschäftsmodelle und Ideen anhören, Rückmeldung geben und Hilfe anbieten. Etwas, was für den einen eine große Hürde darstellt, ist für den anderen ein Kinderspiel – ein gemeinsamer Kaffee kann das Problem lösen und erspart viele Stunden Arbeit. Das Netzwerk, das man sich aufbaut, ist die wichtigste Ressource, wenn man gründet.

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